2. März 2026

Städtereisen im März: Wer sagt eigentlich, dass der perfekte Roadtrip immer im Sommer stattfinden muss?

Städtereisen bieten die wunderbare Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern,... aber keine Schön-Wetter-Garantie. Wer das berücksichtigt, hat oft viel Quality-Time vor sich.
Spaziergang durch eine historische Straße in Rotterdam bei einem Städtetrip im Frühling

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich mag Städtetrips. Man sieht viel von der Gegend (natürlich je nach Planung) und kann seine Zeit optimal nutzen.

Meine Erfahrung ist allerdings auch: Wer an Städtetrips denkt, denkt oft an sommerliche Tage jenseits der 30°C und Sightseeing-Touren in entsprechender Hitze.

Aber warum eigentlich? Warum soll ich mich der erbarmungslosen Sonne aussetzen, wenn ich das Ganze doch eigentlich viel entspannter haben kann?

Und genau deswegen plane ich meine Städtereisen immer im März. Erträgliche Temperaturen, (je nach Reiseziel) eine überschaubare Menge an Touristen und mehr Flexibilität vor Ort.

So zog es mich im letzten März nach Rotterdam. Und das ganz sicher nicht zum letzten Mal.

Wenn der Städtetrip in Venlo startet, man aber noch viel Zeit hat

Vorweg: Da ich in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze lebe, sind typische Reiseziele, wie zum Beispiel Venlo, für mich greifbarer geworden. Bei meinem letzten Besuch hier habe ich allerdings bemerkt, dass es sich mittlerweile mehr wie „Heimkommen“ und nicht mehr wie „Städtetrip“ anfühlt. Spätestens als ich bemerkt habe, dass ich die Preise sämtlicher Pommesbuden in der Umgebung kenne, wusste ich: Ich brauche mal wieder etwas mehr Abwechslung.

Wie praktisch, dass ich in meinem ganzen Leben (zumindest bis zu diesem Zeitpunkt) noch nie in Rotterdam war UND noch ausreichend Zeit hatte. Navi an. Irgendwas mit „Zentrum“ und „Rotterdam“ angegeben und los geht’s!

(Kleiner Tipp: Wer in den Niederlanden unterwegs ist, sollte – wie in Deutschland natürlich auch – genau auf die Verkehrsschilder achten. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind dort strenger als hier.)

Ein Hoch auf die niederländischen Parkhäuser!

… und das gleich in vielerlei Hinsicht. Ich gehöre zu den Menschen, die zwar gern spazieren gehen, aber auch gern zentral parke. Wie praktisch, dass Holland hier hohe Ansprüche erfüllt. Hier heißt es oft: Auto abstellen, zweimal hinfallen und „Hallo Zentrum!“. Rotterdam ist hier keine Ausnahme… und das oft zum fairen Preis.

Daher standen wir, kurz nachdem wir den Wagen abgeschlossen hatten, inmitten von Geschäften unterschiedlicher Art.

Was ich an Rotterdam besonders mag, ist der Mix aus Moderne und Tradition. Hier gibt es so viele schöne, kleine Häuser, die definitiv schon viel Stadtgeschichte mitbekommen haben dürften.

Gehen oder fahren? In Rotterdam bietet sich beides an

Es gibt bekanntlich solche und solche: Manche lieben es, durch die engen Gassen einer Stadt zu bummeln, andere lassen sich lieber fahren. Rotterdam bietet die Möglichkeit für beides. Im Zentrum fährt in regelmäßigen Abständen eine kleine Bimmelbahn. Der Fahrer hat sich – zumindest bei uns, aber sicher generell – nach der Landessprache erkundigt und dann sein Tonband eingelegt. Was dann folgte, war ein etwa einstündiger Ritt durch die Geschichte der Stadt. Nicht überladen, nicht zu wenig, sondern genau richtig.

Wer möchte, kann sein Ticket noch erweitern und die Perspektive wechseln. Denn: Dasselbe Unternehmen bietet auch Fahrten mit dem Schiff an, die eigentlich gut auf die Fahrzeiten der Bimmelbahn abgestimmt sind. Je nach persönlichem Interesse… und je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht, kann man individuell entscheiden.

Fest steht jedoch (zumindest meiner Meinung nach), dass eine solche Schifffahrt die Chance bietet, die Stadt noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Unterwegs mal eben schnell was essen? Auch im März kann man oft schon draußen sitzen

Ideal für alle, die sich irgendwie nicht mit den Temperaturen des Hochsommers anfreunden können. Immerhin genießt es sich doch auch in kulinarischer Hinsicht viel leichter, wenn ich nicht die ganze Zeit Angst vor dem nächsten Sonnenbrand haben muss, oder nicht?

Viele Städte sind mittlerweile dazu übergegangen, einfach Heizpilze aufzustellen. So bietet sich zum Beispiel auch in vielen Restaurants in Rotterdam die Möglichkeit, draußen zu sitzen und das Treiben zu beobachten.

Und falls ihr zu denen gehört, die die wichtigen Dinge des Lebens, wie zum Beispiel eine anstehende Mittagspause, gern akribisch planen, könntet ihr gut beraten sein, auf einschlägige Restaurant-Apps zu setzen.

Mit diesen habt ihr die Möglichkeit, schon von zuhause aus genau zu sehen, wo ihr was genießen könnt. Von „typisch regional“ bis „international“.

Bei aller Begeisterung: Meine Wechselklamotten vergesse ich trotzdem nie wieder!

So schön der März auch ist: Eine Schönwetter-Garantie bietet er ganz sicher nicht. Und genau deswegen werde ich in Zukunft IMMER Wechselklamotten einpacken – egal, ob mein Städtetrip nur einen Tag oder ein ganzes Wochenende dauert!

Vorletztes Jahr war ich nämlich ZU optimistisch.

Ich wurde zu Hause wach. Wunderschönes Wetter. Meine Freunde hatten mir schon lange erzählt, dass sie das Wochenende in Zandvoort verbringen wollten. Ich beschloss also spontan, dazuzustoßen. Hotel gebucht, Zahnbürste und das Nötigste eingepackt… und los geht’s!

Der graue Himmel, der sich schon auf der Hinfahrt wie ein Schleier über die Autobahn legte, hätte mich stutzig machen sollen. „Ach, sind ja noch zwei Stunden Fahrt…. Da kann das Wetter GANZ anders sein!“, dachte ich. Aus zwei Stunden wurden 1,5, eine halbe Stunde… und schließlich 5 Minuten.

In Zandvoort am Strandparkplatz angekommen, begrüßten mich schon die roten Fahnen, die zeigten, dass niemand auch nur ansatzweise auf die Idee kommen sollte, ins Meer zu gehen. Ich stieg aus und machte mich auf den Weg zu dem Café, das mir meine Freundin durchgegeben hatte. Etwa auf der Mitte des Weges wurde ich von Hagel und Graupel überrascht. Ich war pitschnass. März eben. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als im Hotel anzurufen, 25 Euro für den Early Check in zu zahlen und mich trockenzulegen. Ein Hoch auf die Wechselklamotten.

Warum das Ganze dann doch noch ein schöner Abend wurde…

Der März in Zandvoort zeigte sich an diesem Wochenende von allen Seiten. Abends schien auf einmal wieder die Sonne. Es war nicht windstill, aber es war okay. So okay, dass wir es uns in einem der zahlreichen Straßencafés mit einer Portion Pommes gemütlich machten. Direkt vor einem Heizlüfter, inmitten anderer Touris und mit dem guten „Das machen wir spätestens im nächsten Frühjahr noch einmal!“-Gefühl.

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