21. Juli 2026

Zwischen Hörsaal, Startup und Sport: Warum die Deutsche Sporthochschule Köln mehr ist als eine Universität

Ein Startup-Wettbewerb, inspirierende Begegnungen und ein Campus voller Ideen: Christos besucht die Deutsche Sporthochschule Köln und erlebt weit mehr als nur spannende Gründungsideen.
⏱ 6 Min. Lesezeit
Eingangsbereich der Deutschen Sporthochschule Köln während eines Startup-Events.

Viele dürften es kennen. Wer eine Veranstaltung besucht, hat oft ganz bestimmte Erwartungen. Und hin und wieder kommt es vor, dass man am Ende mit einem völlig anderen Eindruck wieder nach Hause fährt.

Genau so ging es Christos bei seinem Besuch an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Ursprünglich war er dort, um das Finale eines Startup-Wettbewerbs mitzuerleben.

Und woran denkt man da? Genau! An spannende Pitches, an innovative Ideen und an interessante Gespräche zum Thema Unternehmensgründung.

Frei nach dem Motto „Unverhofft kommt oft!“ blieben Christos allerdings nicht nur die Wettbewerbe, sondern vielmehr die besondere Atmosphäre auf dem Campus in Erinnerung. Irgendwie war es einer der Tage, an denen einfach alles passt. Schönes Wetter, tolle Begegnungen, motivierte Menschen und eine Art von Offenheit, die mittlerweile leider selten geworden ist.

Ein Hörsaal ohne dieses „Gleich muss ich mich beweisen!“-Gefühl

Ein Detail, das Christos eine Art „Zeitreise“ antreten ließ, war dieses Gefühl, wieder in einem Hörsaal zu sitzen. Allerdings gab es dieses Mal keine Klausuren, keinen Lernzettel und keinen Prüfungsstress.

Stattdessen saßen dort neugierige Studierende, Professoren, Gründer, Unternehmer und ehemalige Spitzensportler, die heute ihre Erfahrungen in eigene Unternehmen und Projekte stecken.

Über allem schwebte das Gefühl, dass hier nicht nur Wissen vermittelt wird. Es geht darum, Ideen entstehen zu lassen, auszuprobieren, zu diskutieren und weiterzudenken. Und genau das dürften viele Besucher zu schätzen gewusst haben. Es war, vereinfacht ausgedrückt, eine Mischung aus Wissenschaft, Praxis und Unternehmertum in einer besonderen Kulisse.

Wie gut passen Sport und Unternehmertum zusammen?

Gut. Sehr gut. Aber zugegeben: Viele dürften die Deutsche Sporthochschule Köln fast ausschließlich mit Leistungssport beziehungsweise mit einem Sportstudium verbinden. Dabei übersehen einige, wie viele innovative Projekte und Sport-Startups hier ihren Ursprung haben. Und genau das wurde an diesem Tag eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Die Teams, die hier ihr Wissen weitergaben, setzten sich mit den unterschiedlichsten Fragestellungen auseinander. Manchmal ging es um Bewegung, manchmal um Gesundheit und manchmal um Leistungssport. Technische Innovationen standen eher weniger im Vordergrund. Vielmehr dürften die übermittelten Informationen den Zuhörenden einige Inspirationen dazu geliefert haben, wie es möglich ist, echte Probleme zu lösen und Menschen zu mehr Bewegung und zu einem gesünderen Alltag zu motivieren.

Besonders spannend war es auch, zu erfahren, wie sich Wissenschaft und Unternehmertum miteinander verbinden lassen. Die Forschung bleibt hier nicht in wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen, sondern entwickelt sich häufig zu konkreten Produkten oder Dienstleistungen weiter. Vor allem im Bereich Gesundheit beziehungsweise Prävention und Bewegung entstehen auf diese Weise Ideen, die einen echten gesellschaftlichen Mehrwert liefern.

Spannende Begegnungen und ein reger Austausch

Keine Frage: Natürlich gehörten die Startup-Pitches zu den besonderen Highlights der Veranstaltung. Und dennoch waren es unter anderem auch gerade die Gespräche, die diesen Tag zu etwas Unvergesslichem gemacht haben.

Nicht nur für Christos, sondern ganz sicher auch für andere Teilnehmer. Studierende tauschten sich mit Gründern aus, Professoren diskutierten mit Unternehmern und ehemalige Leistungssportler erzählten von ihrem Weg nach der aktiven Karriere. Besonders angenehm war es auch, zu sehen, dass wirklich niemand unnahbar oder distanziert wirkte. Im Gegenteil. Die gesamte Atmosphäre war offen, freundlich und erstaunlich unkompliziert.

Daher hatte man auch nie das Gefühl, dass unterschiedliche Hierarchien gegeben wären. Stattdessen entstand der Eindruck, dass hier alle dasselbe Ziel verfolgen: Menschen für Bewegung zu begeistern und gute Ideen voranzubringen. Und immer wieder zeigte sich, dass manchmal auch Kleinigkeiten zum Gesamteindruck beitragen können.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch die Verpflegung vor Ort keine Wünsche offenließ. Möglicherweise klingt dieses Detail nebensächlich. Aber genau das zeigt, wie viel Wert auf eine angenehme Atmosphäre gelegt wurde. Dementsprechend fühlte man sich den ganzen Tag willkommen.

Jury des Startup-Wettbewerbs an der Deutschen Sporthochschule Köln mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Sport.
Die Jury setzte sich aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Unternehmertum zusammen.

Athletes in Business: Wenn Spitzensport neue Möglichkeiten bietet

Dieser Programmpunkt zeigte einmal mehr, wie eng Leistungssport und Unternehmertum miteinander verwoben sind und wie gut beides zusammenpasst. Im Rahmen des Panels „Athletes in Business“ diskutierten unter anderem Jonas Hector, Luca Waldschmidt, Léa Krüger, Nelvie Tiafack und Mattis Hect über ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit Spitzensport, persönlicher Entwicklung und Unternehmertum.

Besonders interessant war der Gedanke, dass viele Eigenschaften erfolgreicher Sportler auch beim Gründen eines Unternehmens entscheidend sein können. Disziplin, Durchhaltevermögen, Teamarbeit, aber auch der Umgang mit Rückschlägen und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln, werden in beiden Bereichen relevant.

Und vielleicht überrascht es gerade deshalb kaum, dass immer mehr ehemalige Leistungssportler den Schritt in die Startup-Welt wagen.

Panel Athletes in Business an der Deutschen Sporthochschule Köln mit Jonas Hector, Luca Waldschmidt, Léa Krüger, Nelvie Tiafack und Mattis Hect.
Beim Panel „Athletes in Business“ berichteten aktive und ehemalige Spitzensportler über persönliche Entwicklung, Leistungssport und Unternehmertum.

Christos’ persönlicher Favorit: Fit-o-Saurus

Auch wenn es viele Erinnerungen gibt: Fit-o-Saurus dürfte Christos noch lange in Erinnerung bleiben. Die Idee passt sehr gut zu den Themen, mit denen wir uns auf doitactive.de auseinandersetzen. Es geht darum, Menschen auf spielerische Weise zu mehr Bewegung zu motivieren und Gesundheit alltagstauglich zu machen.

Vor allem Kinder bewegen sich mittlerweile weniger als früher. Gleichzeitig konkurrieren Sport und Bewegung permanent mit digitalen Angeboten. Fit-o-Saurus verfolgt dabei einen spannenden Ansatz, indem Bewegung nicht als Pflicht, sondern als etwas verstanden wird, das Spaß machen und Neugier wecken kann.

Es geht also nicht um Rekorde, sondern um einen niedrigschwelligen Einstieg in Bewegung. Und wenn die eingesetzten spielerischen Elemente dann noch Motivation und Begeisterung fördern – umso besser. Auch ein Besuch im Boda Borg Bochum zeigt, wie sich Bewegung, Teamarbeit und spielerische Herausforderungen miteinander verbinden lassen.

Die Deutsche Sporthochschule Köln ist eben doch nicht nur eine Uni

Je länger der Tag dauerte, desto stärker festigte sich bei Christos der Eindruck, dass die Deutsche Sporthochschule Köln eben nicht nur eine klassische Hochschule ist. Klar: Hier wird gelehrt und geforscht. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Netzwerke, Kooperationen und Unternehmen, die Bewegung und Gesundheit auf unterschiedliche Weise zugänglich machen.

Viele Studierende dürften es auch zu schätzen wissen, dass sie schon früh die Chance erhalten, Kontakte zu knüpfen und Unternehmertum praktisch kennenzulernen. Dabei profitieren sie von einem wissenschaftlichen Umfeld und vom direkten Austausch – untereinander und eben auch mit Spitzensportlern.

Und Christos? Der ist eigentlich mit etwas anderen Erwartungen zum Event gefahren, hat nun aber das Gefühl, dass hier nicht nur neue Unternehmen entstehen, sondern dass es darum geht, Bewegung, Gesundheit und Co. für viele Menschen zugänglich zu machen. Und fest steht auch: Unabhängig davon, welche Ideen am Ende verwirklicht werden und was vielleicht im Sande verläuft, ist das Potenzial definitiv gegeben. Mit ganz viel Offenheit und einer Inspiration, die sicher noch lange nachhallen wird.

Schönes erleben.

Entdecke mit der doitactive.de-App Freizeitideen, Veranstaltungen und neue Kontakte in deiner Region.
Jetzt starten, erleben und gemeinsam aktiv werden.

Weitere Beiträge

Keine Ergebnisse gefunden

Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.