Eigentlich ist der September doch genau der Monat, den viele als „perfekt“ bezeichnen würden. Weder zu warm noch zu kalt. Mit ein wenig Sommergefühl, aber gleichzeitig schon mit der Aussicht auf gemütliche Herbstabende.
Und das Beste: Es gibt viele Möglichkeiten, diese besondere Zeit des Jahres zu genießen. Vor allem unter freiem Himmel. Klar: Je nach Freizeitaktivität kann ein Blick auf den Wetterbericht nicht schaden. Wenn der „Goldene Herbst“ seinem Namen jedoch auch in diesem Jahr wieder alle Ehre macht, dürfte gemütlichen, interessanten und inspirierenden Stunden doch eigentlich nichts im Wege stehen, oder?
Die folgenden Abschnitte liefern ein paar Ideen dazu, was gerade jetzt besonders viel Spaß macht … oder überhaupt erst im September richtig gut passt.
Freizeitidee Nr. 1: Pilze sammeln
Um Pilze zu sammeln, braucht es nicht zwangsläufig viel Mut. Ausreichend Hintergrundwissen reicht. Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die entsprechende Workshops und geführte Touren für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen anbieten.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Pilzwanderung inklusive Korbkontrolle? Oder mit einem Seminar, das viele spannende Infos rund um essbare und ungenießbare Pilze vermittelt? Gerade im September beginnt für viele die Zeit, in der Pfifferlinge, Steinpilze und Co. noch einmal mit ganz anderen Augen betrachtet werden.
Fest steht: Speisepilze sind nicht nur lecker, sondern auch interessant. Allerdings ist es eben wichtig, kein Risiko einzugehen. Nur wer weiß, was essbar ist – und was nicht – ist auf der sicheren Seite. Abgesehen davon gilt gerade im Zusammenhang mit dem Pilzesammeln, dass der Weg oft das Ziel ist. Knackende Äste unter den Schuhen, das Glücksgefühl, einen schönen Pilz zu entdecken, und der Geruch, wenn später alles zu einer leckeren Suppe verarbeitet wird … manche Erlebnisse lassen sich im Supermarkt einfach nicht nachstellen.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet zum Beispiel bei der Wildnisschule Ruhrgebiet entsprechende Angebote.
Freizeitidee Nr. 2: Drachen steigen lassen
Manchmal ist es wichtig, die Perspektive zu wechseln. Und warum sollte es nicht auch in NRW – bei den passenden Wetter- und Windverhältnissen – möglich sein, einen Drachen steigen zu lassen?
Unter anderem bieten sich hierzu gerade im September zum Beispiel die Rheinwiesen in Düsseldorf oder die Poller Wiesen in Köln an. Hier weht oft ein ordentlicher Wind, der dafür sorgen kann, dass Lenkdrachen und Co. ihren Weg nach oben finden. Besonders praktisch ist natürlich auch der Platz. Es gibt so gut wie keine Hindernisse und, wenn ihr euch für den richtigen Ort entscheidet, auch nicht zwangsläufig Bäume in der Nähe, in denen sich der Drachen verfangen könnte.
Abgesehen davon bekommt ihr eine wunderschöne Kulisse direkt mit dazu. Ideal für alle, die nicht nur Drachen steigen lassen, sondern das Ganze auch im Bild festhalten möchten. Frische Luft um die Nase, Schiffe im Hintergrund und das Gefühl, irgendwie auch wieder ein wenig Kind zu sein … was will man mehr?
Freizeitidee Nr. 3: Ein Besuch auf einem Weinfest
Der Herbst ist die Zeit der Weine. Und wer das Ganze nicht nur bei einem „guten Tropfen“ in einem Lieblingsrestaurant, sondern gemeinsam mit vielen anderen feiern möchte, dürfte sich freuen, dass genau das unter anderem auch im September möglich ist.
Ein besonderes Highlight könnte in diesem Zusammenhang das diesjährige Weinfestival sein. Dieses findet am 12. September 2026 in der SnowWorld in Neuss statt. Besucher können dort Weine aus vier Ländern genießen. Dazu gibt es Musik und eine entspannte Atmosphäre.
Wer es ein wenig kleiner mag, findet aber auch an vielen anderen Orten in NRW gerade im September – und oft auch noch im Oktober – zahlreiche Veranstaltungen, bei denen es möglich ist, bekannte und neue Weine kennenzulernen. Manchmal ohne konkreten Anlass, manchmal als After-Work-Event und manchmal in Kombination mit Stadtfesten.
Weitere Informationen zum Event in Neuss gibt es direkt beim Weinfestival der SnowWorld Neuss.
Freizeitidee Nr. 4: Eigenes Obst in der Mosterei vorbeibringen
Vor allem viele Besitzer von Apfelbäumen dürften die Situation kennen. Sie freuen sich darüber, dass ihre Bäume offensichtlich gesund sind und „in diesem Jahr ganz sicher eine gute Ernte abgeben werden“. Genau dann zeigt sich allerdings oft, dass alles zu viel ist, um selbst gegessen zu werden.
Wer keine Lust auf den x-ten Apfelkuchen oder ein weiteres Kilo Apfelmus hat, kann sein Obst in einer Mosterei auch zu Saft verarbeiten lassen. Entsprechende Angebote gibt es zum Beispiel bei der Mosterei Obstsaft Post in Altenberge. Und wer keinen eigenen Apfel- oder Obstbaum hat, kann dort auch zum Selberpflücken vorbeikommen.
Fest steht, dass ein Besuch in einer Mosterei sehr anschaulich zeigt, wie der Saft, der später im Supermarktregal steht, überhaupt entsteht … und dass die nötigen Schritte – gerade in Handarbeit – oft aufwendiger sind als gedacht. Dafür wartet am Ende etwas ganz Besonderes: ein Geschmackserlebnis, in dem meist ganz viel Eigeninitiative und Liebe zum Produkt steckt.
Alles Wichtige dazu findet ihr bei der Mosterei Obstsaft Post in Altenberge.
Freizeitidee Nr. 5: Industriekultur am Abend entdecken
In NRW gibt es viele Orte, die sich durch eine beeindruckende Industriegeschichte auszeichnen. Aber wer sagt, dass Industrie „nur“ produzieren würde? Wer sich ein wenig Zeit nimmt, um den besonderen Charme des Ruhrgebiets – unter anderem in Duisburg und Essen – zu erleben, versteht schnell, wie viele kulturelle Highlights sich hier verbergen.
Wenn es dann ruhiger und dunkler wird und manche Gebäude beleuchtet sind, zieht es gerade im September viele Menschen genau hierhin. Vielleicht fällt es nun auch ein wenig leichter zu erkennen, dass das Ruhrgebiet eine ganz eigene Atmosphäre bietet, die eben nicht nur schroff und direkt, sondern auch authentisch und kulturell interessant ist.
Wer das Ganze festhalten möchte, nimmt am besten seine Kamera mit und versucht, das Licht rund um Zechen, Hochöfen und alte Industrieanlagen einzufangen. Gerade am Abend entstehen hier oft ganz besondere Stimmungen.
Ein guter Ausgangspunkt ist zum Beispiel der Landschaftspark Duisburg-Nord.
Der September: zwischen Natur, Kultur und Genüssen
Der September zwingt niemanden dazu, sich zwischen ruhigen Abenden und ein wenig Action zu entscheiden. Denn: Er kann beides – und bietet dementsprechend viel. Wer Lust hat, seine Umgebung von einer neuen Seite kennenzulernen, es liebt, wenn sich die Blätter langsam in Richtung Orange bewegen, und vielleicht auch schon insgeheim die Tage bis Halloween zählt, dürfte den ersten „-ber“-Monat des Jahres besonders zu schätzen wissen.
Und wenn die Vorfreude auf den Herbst schon etwas größer ist: Auch die Kürbissaison hat längst begonnen. In unserem Bericht zum Krewelshof zeigen wir, was dort in diesem Jahr rund um Kürbisse, Kunst und Herbststimmung wartet.



