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Interliving Rehmann: Ein Möbelhaus engagiert sich in der Region

Interliving Rehmann ist mehr als ein Möbelhaus: Mit Veranstaltungen, regionalen Partnerschaften und sozialem Engagement schafft das Familienunternehmen Orte für Begegnung und gemeinsame Erlebnisse.

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6 Min. LesezeitVelbert

Gäste bei einem Weintasting und gemeinsamen Austausch in einem Möbelhaus

Auch wenn es natürlich immer wieder Spaß macht, zu stöbern: Der Besuch in einem Möbelhaus ist für viele Menschen mit einer klaren Intention verbunden. Sie möchten sich inspirieren lassen, eine neue Küche planen oder genau die Ideen, die sie vielleicht seit Jahren immer wieder überdenken, endlich umsetzen.

Interliving Rehmann in Velbert zeigt, dass ein Möbelhaus mehr sein kann als ein Ort, an dem Küchen, Sofas oder Esstische verkauft werden … und dass es dabei ganz nebenbei auch um ein besonderes Lebensgefühl gehen kann.

Gleichzeitig zeichnet sich das Familienunternehmen durch ein gemeinnütziges Engagement aus. Das Unternehmen unterstützt Vereine und soziale Projekte und legt gleichzeitig großen Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Das Konzept bewährt sich seit mehr als einem Jahrhundert. Die Geschichte von Interliving Rehmann begann schon im Jahr 1887 und wird heute in fünfter Generation geführt.

Kulturabende zwischen Sofas, Küchen und Esstischen

Interliving Rehmann schafft eine Verbindung, die innerhalb der Branche durchaus besonders ist. Die Verantwortlichen beweisen, dass ein Möbelhaus als Veranstaltungsort funktionieren kann. So veranstaltete das Unternehmen im Jahr 2025 gemeinsam mit der Stadt Velbert einen Kulturabend, bei dem das Theaterstück „Herren“ von Lars Lienen und Christian Prünte auf dem Programm stand.

Allerdings wurde besagtes Stück eben nicht auf einer Theaterbühne, sondern mitten in der Möbelausstellung aufgeführt. Und wie man es von Interliving Rehmann gewohnt ist, zeigte sich auch schnell der Bezug zur Region. „Herren“ spielt im Jahr 1974 und erzählt von drei Männern aus Velbert, Neviges und Langenberg. Kurz vor Weihnachten führt sie ihr Weg in ein Kaufhaus, in dem sie schließlich gemeinsam festsitzen.

Dieser Kulturabend, der vielen Besuchern, die während der Veranstaltung auf den Möbeln Platz nahmen, lange in Erinnerung geblieben sein dürfte, ist allerdings nicht das einzige Format, für das Rehmann seine Räumlichkeiten nutzt. Unter anderem finden dort zum Beispiel auch Weintastings, Auftritte von Zauberern und Detektivspiele statt.

Events wie diese richten sich nicht ausschließlich an Menschen, die gerade auf der Suche nach einer neuen Einrichtung sind. Je nach Format stehen Kultur, Unterhaltung oder Genuss im Vordergrund.

Sport und regionales Engagement: Eine besondere Kombination

…, die man möglicherweise nicht direkt in Verbindung mit einem Möbelhaus bringen würde. Doch auch hier schafft es Interliving Rehmann, neue Wege zu gehen. So arbeitet das Unternehmen zum Beispiel mit dem ETB Schwarz-Weiß Essen zusammen. Das Möbelhaus unterstützt den Fußballverein seit 2020 als Sponsor bzw. seit März 2021 als Premium-Sponsor.

Dass ein Unternehmen aus Velbert einen Verein in Essen unterstützt, liegt auch am Einzugsgebiet des Möbelhauses. Geschäftsführer Marc Rehmann erklärte in einem Interview mit dem ETB, dass Essen für das Unternehmen ein wichtiger Markt sei. Über die Zusammenarbeit seien in der Vergangenheit auch neue Kunden auf Rehmann aufmerksam geworden. Das besagte Sponsoring beschränkt sich jedoch nicht nur auf die erste Mannschaft. So betont Marc Rehmann auch den hohen Stellenwert der Jugendarbeit. Parallel dazu unterstützt das Möbelhaus auch weitere, kleinere Vereine.

Um die besondere Verbindung zum Sport zu feiern, richtete Interliving Rehmann im Jahr 2024 ein Sponsorentreffen des ETB aus. In diesem Zusammenhang wurde die Verkaufsfläche erneut zum Treffpunkt. Dieses Mal eben nicht für Theaterliebhaber, sondern für die Partner des Vereins.

Weitere Engagements im Kinder- und Jugendbereich

Neben dem Sport engagiert sich Interliving Rehmann auch im sozialen Bereich. So unterstützt das Unternehmen zum Beispiel das SOS-Kinderdorf Worpswede. Dort finden Kinder und Jugendliche ein Zuhause, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können.

Sie leben unter anderem in Kinderdorffamilien, Wohngruppen und Hausgemeinschaften und werden von pädagogischen Fachkräften begleitet. In diesem Zusammenhang nehmen die Verantwortlichen auch Rücksicht auf individuelle Förderungen.

Ein Unternehmen mit einer besonderen Verbindung zu Velbert

Interliving Rehmann und Velbert verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Im Jahr 1887 gründete Hermann Rehmann eine Sarg- und Möbelschreinerei und legte damit den Grundstein für den heutigen Familienbetrieb.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen kontinuierlich weiter und baute sein Sortiment immer mehr aus. 1949, kurz nach dem Krieg, eröffneten Heinrich Rehmann und seine Söhne in der Velberter Friedrichstraße die „Möbel-Ecke“. Aus dem ursprünglichen Handwerksbetrieb war inzwischen ein größeres Möbelgeschäft geworden. Die Gründer ruhten sich allerdings nicht auf ihrem Erfolg aus, sondern dachten langfristig. Es folgten Erweiterungen und Veränderungen, bis Dorothée und Ulrich Rehmann den Betrieb 1981 in vierter Generation übernahmen.

Im Jahr 1994 zog das Unternehmen nach Velbert-West. Genau an den Ort, wo sich das Einrichtungshaus bis heute befindet. Marc Rehmann, der den Betrieb zusammen mit seinem Vater Ulrich Rehmann leitet, steht für die fünfte Generation einer Firma, die es geschafft hat, sich weiterzuentwickeln und sich dennoch treu zu bleiben.

Die mehr als 130-jährige Geschichte erklärt auch, warum sich die Verbindung zur Region nicht auf den Standort des Möbelhauses beschränkt. Über die Jahrzehnte entstanden immer wieder Kontakte zu Kunden, Mitarbeitern, Vereinen, anderen Unternehmen und kommunalen Einrichtungen. Einige dieser Verbindungen werden bis heute im Rahmen der bereits genannten Veranstaltungen und Kooperationen immer wieder zelebriert und wertgeschätzt.

Persönliche Begegnungen und Engagement: Warum beides für Unternehmen in der Region immer wichtiger wird

Viele Menschen treffen ihre Kaufentscheidungen heute online. Sie vergleichen Angebote, informieren sich über Produkte und verschaffen sich einen ersten Eindruck über das, was sie interessiert,… und das, bevor sie überhaupt ein Geschäft betreten. Umso wichtiger ist es, den persönlichen Kontakt zu den Menschen vor Ort nicht zu verlieren.

Vor allem Unternehmen aus der Region profitieren dabei von besonderen Möglichkeiten. Sie sind nicht zwangsläufig nur über ihre Produkte oder Dienstleistungen präsent, sondern können im Idealfall langfristige Beziehungen aufbauen und so zeigen, dass sie sich für ihr direktes Umfeld interessieren. Interliving Rehmann ist ein guter Beweis dafür, wie sich dieser Gedanke in der Praxis umsetzen lässt. Das Unternehmen beschränkt sich in seiner Region nicht auf den klassischen Möbelhandel, sondern bleibt für die Menschen in seinem Umfeld greif- und nahbar.

Von einem Engagement dieser Art können im besten Fall beide Seiten profitieren. Aktive Unternehmen werden stärker als Bestandteil ihrer Region wahrgenommen, während gleichzeitig neue Kontakte entstehen und bestehende Verbindungen gepflegt werden. Für Traditionsunternehmen wie Interliving Rehmann ist diese Nähe keineswegs neu. Allerdings haben sich die Chancen, die sich bieten, wenn es darum geht, eine Präsenz dieser Art mit Leben zu füllen, verändert.

Gerade für den stationären Handel dürfte dieser Aspekt in Zukunft noch wichtiger werden. Klar: Wer sich für Auswahl und Preise interessiert, kann all das längst bequem online vergleichen. Persönliche Begegnungen und eine sichtbare Präsenz vor Ort lassen sich dagegen nicht einfach digitalisieren.

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